Von Conakry aus fuhren wir über Mamou in das Fouta Djalon. Dieses wunderschöne Hochland wurde von den Kolonialherren auch als die Schweiz Afrikas oder "le Paradis" bezeichnet. Wir wanderten ein wenig durch die schöne Landschaft und besuchten auch den ehemaligen Landsitz des damaligen französischen Gouverneurs, den Sekou Touré als Tagungsort genutzt hat und das dortige Palaverhaus. Ganz in der Nähe war auch das Wohnhaus der Südafrikanischen Gesang-Ikone Myriam Makeba, die hier in Dalaba fast 10 Jahre lang im Exil lebte.
Nicht weit von Dalaba entfernt gibt es viele Wasserfälle, die der ganzen Gegend den Namen "Wasserschloss von Westafrika" beschert haben. Hier kann man auch prima baden, entweder freiwillig, oder im Falle eines Absturzes von der Hängebrücke auch unfreiwillig. Nun, die nette Makramee-Arbeit hier oben hat mein Gewicht problemlos ausgehalten
Mein persönliches Highlight: die Schimpansen von Bossou. Hier lebt eine Gruppe Schimpansen im Urwald, und mit der tatkräftigen Hilfe der Ranger gelang es uns tatsächlich, sich den wunderbaren Tieren auf wenige Meter zu nähern. Ein umwerfendes Erlebnis. Die "possierlichen Tierchen" aßen die Früchte und warfen die Schalen davon vom Baum auf uns hinab.
Guinea ist vielleicht nichts für Menschen, die es gewohnt sind, mit allem Komfort durch Afrika zu reisen. Zum Glück ist das so, auch wenn ich den Menschen hier natürlich etwas mehr Wohlstand wünsche. So einfach alles hier ist, so sehr habe ich die Zeit in Guinea genossen. Merci beaucoup, Guinea!