Guinea - Menschen, Conakry, Essen

Der größte Schatz Guineas sind sicherlich die Menschen, die hier wohnen. Oft bekommt man ein Lächeln geschenkt, nur im Vorbeigehen. Ich war schon in so einigen Ländern, aber es gibt nicht viele Länder, in denen ich derart herzlich angelächelt wurde. Vielleicht können Sie beim Betrachten dieser Bilder meine Begeisterung nachempfinden.

In der Hauptstadt Conakry

Conakry ist die Hauptstadt Guineas, das sich als erstes Land Westafrikas bereits 1958 von Frankreich unabhängig erklärte. Das passte den französischen Kolonialherren überhaupt nicht, denn Ihnen schwebte ein französiches "Commonwealth" vor, um den westafrikanischen Unabhängigkeitsbestrebungen zu begegnen. Die Franzosen (und mit Ihnen das Kapital) zogen ab, ohne eine geregelte Übergabe der Verwaltung. Sekou Touré, der charismatische Anführer der Unabhängigkeitsbewegung, wurde erster Präsident des unabhängigen Guineas. Seine Idee einer "Communocracy" (einer Mischung aus Afrikanismus und Kommunismus) war damals sehr populär in Afrika, scheiterte aber nicht nur an äußerem Druck (vornehmlich Frankreichs), sondern auch an innerstaatlichen Problemen wie einer horrenden Korruption und zunehmender Autokratie. Nach einigem politischen Hin- und Her erschütterte schließlich die Ebola Epidemie 2014 bis 2016 Guinea, die von hier ausgehend auch auf die Nachbarländer Liberia und Sierra Leone übergriff. Langsam erholt sich Guinea, ist aber immer noch eines der ärmsten Länder Afrikas mit sehr einfacher, recht chaotischer Infrastruktur. Die Schönheit des Landes zeigt sich dann eher, wenn man Conakry verlässt. Hier also nur Fotos von der größten Moschee Westafrikas und vom alten Fischerhafen Boulbinet mit dem Fischmarkt.   

Essen

Am besten isst man in Guinea unterwegs in kleinen Garküchen. Auch wenn wir mitunter zu fünft von einem Teller gegessen haben, hatte nicht eine/r unserer kleinen Reisegruppe Darmprobleme. Das Essen hat immer geschmeckt, ob in der Garküche, oder ob von unserem Reiseleiter Boureima und den Fahrern Mamadou und Moussa zubereitet. Und am Straßenrand oder auf dem Markt lässt sich prima einkaufen.